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Trails, See-Dip & Fachsimpeln: Unser Community Run beim Naturraum Open Air

17 Kilometer auf der Rennstrecke des FichtelUltra, ein Sprung in den Fichtelsee und jede Menge Input zu Ausrüstung und Trail-Ernährung. Hier ist der Recap und die Rezepte für unsere selbstgemachten Energy Bars.

Trails, See-Dip & Fachsimpeln: Unser Community Run beim Naturraum Open Air

Was für ein Tag! Ein riesiges Danke an alle, die beim Naturraum Open Air dabei waren und mit uns die Trails unsicher gemacht haben. Ganz ehrlich: Mit 16 Läuferinnen und Läufern am Start hätten wir bei der ersten Ankündigung nie gerechnet. Umso schöner war es zu sehen, wie viele von euch am Fichtelsee aufgeschlagen sind, um gemeinsam zu laufen und sich auszutauschen.

Bei bestem Wetter und einer entspannten Festival-Stimmung im Hintergrund ging es für uns ab auf die Strecke.

17 Kilometer FichtelUltra-Vorgeschmack

Unser Ziel für den Vormittag: 17 Kilometer der offiziellen Rennstrecke unseres FichtelUltra-Events im Oktober unter die Füße nehmen. Die Trails rund um den Fichtelsee haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Trockener Waldboden, wurzelige Pfade, schattige Nadelwälder und die typisch raue Kulisse des Fichtelgebirges – die perfekte Spielwiese.

Obwohl es für einige das erste Mal auf solchen technischen Wegen war, stand das Miteinander im Fokus. Kein Tempo-Druck, kein Wettbewerb, sondern einfach die gemeinsame Bewegung und die Freude an der Natur.

Nach getaner Arbeit und staubigen Waden gab es am Nachmittag erst mal die wohlverdiente Abkühlung: Ein kurzer, erfrischender Dip im Fichtelsee hat die müden Beine sofort wieder zum Leben erweckt!


Ausrüstung und Ernährung: Fachsimpeln am Stand

Frisch abgekühlt haben wir unseren Stand aufgebaut und uns der Theorie gewidmet. Uns ist es wichtig, die Hemmschwelle für den Einstieg in diesen Sport zu senken. Trailrunning, oder Laufsport generell, wird, beeinflusst durch Werbung und Social Media, schnell als teures Hobby dargestellt – dabei braucht es für den Anfang fast nichts.

Vortrag 1: Ausrüstung – Was braucht man wirklich?

Wir haben unsere treuen Begleiter der letzten Jahre auf den Tisch gelegt: Unsere Lieblingsschuhe, Stöcke und Laufwesten. Dabei haben wir kein Blatt vor den Mund genommen und ehrlich geteilt, was sich bewährt hat und was man getrost zu Hause lassen kann.

  • Schuhe & Grip: Ein solides Profil ist auf den Trails Pflicht, aber es muss nicht das teuerste High-End-Modell sein.
  • Laufrucksäcke: Praktisch bei langen Distanzen, aber fürs Training reicht vielleicht auch nur eine Flasche Wasser in der Hand.
  • Weniger ist mehr: Anfänger sollten sich nicht sofort mit Carbon-Stöcken oder teuren GPS-Uhren eindecken, denn dazu gehört auch Auseinandersetzung mit der Technik. Trailrunning kann auch simpel bleiben.

Vortrag 2: Ernährung beim Laufen – Energie tanken ohne teuren Hype

Unter dem Motto „kontinuierlich nachlegen“ ging es im zweiten Vortrag um die Energieversorgung bei langen Läufen. Wer mehrere Stunden in den Bergen unterwegs ist, muss essen – und zwar bevor der Hunger eigentlich einsetzt. Wir haben besprochen, wie wichtig eine stetige Kohlenhydratzufuhr ist und wie man sich den teuren Griff zu industriellen Energy Gels oder Fertigriegeln sparen kann. Selbstgemachte Alternativen sind nicht nur günstiger, sondern oft auch deutlich magenschonender.

Zum Verkosten gab es an unserem Stand zwei verschiedene vegane Energieriegel, die wir selbst in der Küche gemacht haben. Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren auf eurem nächsten persönlichen Experiment!


Die Rezepte vom Stand

1. Peanut Chocolate Chip Riegel (vegan)

ZutatMenge (Metrisch)
Datteln (entsteint)150 g
Knusperreis (Rice Krispies)25 g
Haferflocken (zart)80 g
Erdnüsse (grob gehackt)35 g
Gemahlene Leinsamen2 EL
Zimt (gemahlen)½ TL
Salz1 Prise
Erdnussbutter130 g
Brauner Reissirup115 g
Vanilleextrakt1 TL
Zartbitter-Schokostückchen45 g

Zubereitung:

  1. Hacken & Mischen: Die Datteln in einer Küchenmaschine (Food Processor) so lange zerkleinern, bis sie eine klebrige, feine Masse bilden. Die pürierten Datteln zusammen Haferflocken, gehackten Erdnüssen, gemahlenen Leinsamen, Zimt und Salz in eine große Schüssel geben und vermengen.
  2. Flüssige Zutaten erwärmen: Erdnussbutter und Reissirup in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Rühren, bis alles geschmolzen und vollständig verbunden ist. Vom Herd nehmen und das Vanilleextrakt einrühren.
  3. Zusammenführen: Die warme Erdnussbutter-Mischung über die Haferflocken-Mischung gießen und gut verrühren. Reiswaffeln mit den Händen fein zerkleinern und gleichmäßig untermischen.
  4. Schokodrops untermischen: Sobald die Masse etwas abgekühlt ist (aber noch warm genug zum Formen ist), die Schokodrops vorsichtig unterheben, damit sie nicht komplett schmelzen.
  5. Riegel formen: Den Teig in gleich große Teile aufteilen (ca. 55–60 g pro Riegel) und mit den Händen zu Riegeln formen. Auf ein Stück Backpapier legen und ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur (oder 1 Stunde im Kühlschrank) trocknen lassen.
  6. Die Riegel können einzeln verpackt bei Raumtemperatur bis zu einen Monat gelagert werden.

2. Macadamia Riegel (vegan)

ZutatMenge
Reissirup120 g
Kokosblütenzucker40 g
Erdnussbutter (oder anderes Nussmus)16 g
Vanilleextrakt1 TL
Karamelextrakt⅛ TL
Datteln (entsteint)4 Stück (ca. 35 g)
Haferflocken (zart)90 g
Hafermehl30 g
Macadamianüsse45 g
Knusperreis (Rice Krispies)10 g

Zubereitung:

  1. Flüssige Zutaten erwärmen: Reissirup, Kokosblütenzucker, Erdnussbutter, Vanilleextrakt (und optional Karamelextrakt) in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 3–4 Minuten erwärmen, bis der Zucker fast geschmolzen ist. Danach direkt in die Küchenmaschine füllen.
  2. Dattel-Paste mixen: Die Datteln dazugeben und ca. 15–20 Sekunden mixen, bis sie mit der warmen Flüssigkeit eine glatte, klebrige Paste bilden.
  3. Hafer & Nüsse: Haferflocken, Hafermehl und Macadamianüsse in den Mixer geben. Nur für ca. 7–10 Sekunden mixen, damit die Macadamianüsse grob gehackt (ca. 0,5 cm große Stücke) und untergemischt werden. Die Masse ist sehr, sehr klebrig – das muss so sein!
  4. Reiswaffeln unterheben: Die Mischung in eine Schüssel füllen, die Reiswaffeln mit den Händen fein zerkleinern und gleichmäßig einkneten.
  5. Riegel formen: Den Teig in gleich große Teile aufteilen (ca. 55–60 g pro Riegel) und mit den Händen zu Riegeln formen. Auf ein Stück Backpapier legen und ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur (oder 1 Stunde im Kühlschrank) trocknen lassen.
  6. Die Riegel können einzeln verpackt bei Raumtemperatur bis zu einen Monat gelagert werden.

Bis zum nächsten Mal auf den Trails – wir freuen uns schon auf das große FichtelUltra-Event im Oktober!

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